Zerzabelshof

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erzabelshof von seinen Bewohnern und allen, die es kennen, schlicht und einfach "Zabo" genannt, liegt zwischen dem Dutzendteich und Mögeldorf am östlichen Stadtrand von Nürnberg.

Die günstige Lage unmittelbar am angrenzenden Reichswald, dem Valznerweiher, sowie dem Schmausenbuck mit dem Tiergarten, haben Zerzabelshof zum bevorzugten Wohngebiet werden lassen.

Aufgelockerte Siedlungsbauweise, Ein- und Mehrfamilienhäuser prägen das Bild des Ortes ebenso, wie die mehrgeschoßigen Bauten auf dem ehemaligen Gelände des 1.FCN (1.Fussballclub Nürnberg oder auch einfach Club genannt).

Durch diesen wurde Zabo weit über die Grenzen des Heimatgebietes hinaus bekannt. Nach dem Verkauf seines Sportgeländes unmittelbar im Ortskern, hat der Verein sich zwischen der Valznerweiher- und Regensburgerstraße eine neue Sportstätte geschaffen.

Durch Einkaufsmärkte, viele kleine und mittlere Einzelhandelsgeschäfte kann man die Versorgung der Bevölkerung in diesem Stadtteil als optimal bezeichnen.

Die Omnibuslinien 43, 44, 65, eventuell auch die Straßenbahnlinien 4 und 5, sowie die am Rande von Zerzabelshof gut erreichbaren S-Bahnlinien S1 Nürnberg/Lauf und S2 Nürnberg/Altdorf sorgen für eine bestmögliche Anbindung an das Netz des öffentlichen Nahverkehrs.

Die 1954 eingeweihte Akademie der Bildenden Künste zwischen dem Ortskern und dem Tiergarten gelegen, ist für den Ort ebenso ein fester Bestandteil, wie das 1972 fertiggestellte Wohnstift am Tiergarten mit seinen rund 750 Bewohnern.

Zwei konfessionelle und ein städtischer Kindergarten bemühen sich um das Wohl der Kleinzaboaner. Dazu kommen ein Kinderhort und die Volksschulen an der Siedler- und Viatistraße.

Etwa 90 behinderte Kinder und Jugendliche erhalten in der Karl-König-Schule heilpädagogische und therapeutische Betreuung. Der Unterricht wird auf der Grundlage des Lehrplanes der Freien Waldorfschulen (Rudolf Steiner Schulen) erteilt.

Der Nürnberger Tiergarten - landschaftlich einer der schönsten Zoos in Europa - ist vom Zentrum Zabos in nur 15 Minuten zu Fuß erreichbar.

Er ist ebenso ein fester Bestandteil für den Ort wie die 1954 eingeweihte Akademie der Bildenden Künste - zwischen dem Ortskern uönd dem Tiergarten gelegen - wie auch das 1972 fertiggestelle Wohnstift am Tiergarten mit seinen rund 750 Bewohnern.

Die Karl-König-Schule befindet sich auf dem Gelände der ehemaligen Feilen- und Werkzeugfabrik Friedrich Max Herberg & Co. Die Schule wurde gegründet und lange Jahre geleitet von Frau Ursula Herberg, der Enkeltochter des Fabrikanten Max Herberg. Der gesamte Grundbesitz Zerzabelshofer Hauptstraße 3-7 wurde 1978 von den Schwestern Rosmarie und Ursula Herberg dem gemeinnützigen Trägerverein "Camphill Gemeinschaft Nürnberg (eV)" als Schenkung übereignet.

Neben der erwähnten Feilen- und Werkzeugfabrik Max Herberg & Co gab es in Zerzabelshof an nennenswerten Gewerbebetrieben nur noch die Schokoladen-Lebkuchen und Zuckerfabrik Franz Knöchlein und eine Fabrik zur Herstellung von Rohrmatten aus Schilfrohr für das Baugewerbe.

Die rasante Entwicklung von Zerzabelshof, besonders nach dem Zweiten Weltkrieg, kann man am besten aus den Einwohnerzahlen ersehen. Aus einem kleinen Dorf mit 170 Einwohnern im Jahre 1833, um 1900 waren es 452, stieg die Zahl der Bewohner durch die Siedlungsbauten in den zwanziger Jahren im Raum Heimgartenweg, Rohrmatten- und Fallrohrstraße bis 1933 auf ca. 3.900 an.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschleunigte sich diese Entwicklung noch erheblich. Durch den Ausbau des ehemaligen 1.FCN Geländes und den Bauten im Raum Schöpf-, Schedel-, Viatisstraße hat sich die Zahl der Einwohner auf ca. 13.000 erhöht.

Urkundlich erwähnt wurde Zerzabelshof erstmals in einem Verzeichnis der zwölf Förster des Nürnberger Reichswaldes vom 29. August 1309. Zum Schutz der Wald-, Wild-, Weide- und Holzrechte gegen räuberische Willkür, wurden damals an geeigneten Stellen im Reichswald Forsthuben errichtet. Eine dieser Außenstellen entstand am Rande des Goldbachtales, vermutlich im Raum der jetzigen Endres'schen Gaststätte. Als Verwalter dieser Forsthube werden in der Urkunde ein Gotz de Sternzagelshouve, sowie ein Leovpoldus de Sternzagelshouve genannt. Die Forsthube entwickelte sich mit der Zeit zu einem Herrensitz.