Tiergarten verbindet Ökologie und Wirtschaftlichkeit
Ohne Investitionen Solarstrom selbst erzeugen und verbrauchen
 

Der Nürnberger Tiergarten erzeugt auf dem Dach seines Lokschuppens künftig pro Jahr 19.000 Kilowattstunden (kWh) Ökostrom und wird diesen zu einhundert Prozent selbst verbrauchen. Am 1. Oktober 2014 präsentierten der leitende Direktor des Tiergartens, Dr. Dag Encke, Stefan Lunz, Leiter Energievertrieb Firmenkunden bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft und Geschäftsführer der Solarstrom GmbH & Co. KG, sowie Thomas Vogel, Geschäftsführer der FS-Frankensolar Projektmanagement GmbH, die neue Solaranlage und erläuterten das Konzept von N-ERGIE Solarstrom.

Das „Rundum-Sorglos-Paket“ der N-ERGIE richtet sich an Firmenkunden mit einem Jahresstromverbrauch zwischen 50.000 und 5 Mio. kWh, die ihr ökologisches Engagement wirtschaftlich gestalten möchten, indem sie einen möglichst hohen Anteil des selbst erzeugten Solarstroms auch selbst nutzen.

Aufgrund der sinkenden Vergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) lohnt sich die Investition in eine auf Volleinspeisung ausgerichtete Solaranlage kaum noch. Dagegen ist es finanziell attraktiv, möglichst viel des auf dem eigenen Dach erzeugten Sonnenstroms auch selbst zu verbrauchen. Gewerbebetriebe, die hauptsächlich während des Tages tätig sind, können durchschnittlich 60 bis 70 Prozent nutzen. Verbrauchen sie – wie der Tiergarten – auch an den Wochenenden Strom, liegt der Anteil entsprechend höher.

Zwanzig Jahre lang pachtet der Tiergarten die moderne Solaranlage von der N-ERGIE. Die Höhe der monatlichen Pachtpauschale richtet sich nach der Anlagengröße und bleibt über den gesamten Zeitraum konstant. Darin enthalten sind alle Aufwendungen – von der individuellen Anlagenplanung über die Installation bis zum Versicherungsschutz, der jährlichen Wartung sowie aller Reparaturen. Zudem verschafft der Wegfall einer Einmalzahlung finanziellen Spielraum für andere Investitionen.

Anlagenbetreiber, die anders als der Tiergarten den Strom nicht komplett selbst verbrauchen, speisen den nicht benötigten Strom ins Netz der N-ERGIE ein und erhalten dafür die staatlich festgelegte und über zwanzig Jahre garantierte Vergütung nach dem EEG. Steht nicht genügend Sonnenlicht zur Verfügung, bezieht der Betrieb den benötigten Reststrom von der N-ERGIE. Mit N-ERGIE Solarstrom reduziert der Betreiber nicht nur vom ersten Monat an seine Stromausgaben, er koppelt sich auch zwanzig Jahre lang von der Strompreisentwicklung ab. „Wir legen sehr großen Wert auf Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Es ist für uns eine große Herausforderung den Strombedarf im Tiergarten weiter zu senken und regenerativ zu erzeugen. Hierfür stellt die neue Anlage einen wichtigen Baustein dar. Und dass wir mit dem neuen Betreibermodell auch noch Geld einsparen, freut uns natürlich besonders“, sagte Dr. Dag Encke.

Die eigentliche Projektidee kam vom Kommunalen Energiemanagement (KEM) im Hochbauamt der Stadt Nürnberg, das in enger Kooperation mit dem Tiergarten das Projekt inhaltlich und technisch sehr engagiert begleitet hat. „Mit N-ERGIE Solarstrom unterstützen wir unsere Firmenkunden, die einen Beitrag zur Energiewende leisten möchten, aber auch die Wirtschaftlichkeit im Blick behalten müssen. Ich freue mich sehr über unsere Partnerschaft mit dem Tiergarten und darf heute schon verraten, dass bereits eine zweite Anlage in der Nähe des Raubtierhauses geplant wird“, erklärte Stefan Lunz.

Die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Lokschuppens im Tiergarten wurde im Auftrag der N-ERGIE Solarstrom GmbH & Co. KG von der FSFrankensolar Projektmanagement GmbH geplant und installiert. Die Anlage besteht aus 87 polykristallinen Modulen, die eine Fläche von 145 Quadratmetern belegen und mit einer Leistung von knapp 22 Kilowattpeak rund 19.000 kWh Strom jährlich erzeugen.

Quelle: Pressemitteilung Tiergartn Nürnberg